SSD – Einseitige Taubheit

Menschen mit einseitiger Taubheit, auch bekannt als Single-Sided Deafness (SSD), sind mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Obwohl die Betroffenen mit ihrem „guten Ohr“ noch hören können, erleben auch sie im Alltag oft erhebliche Einschränkungen:

Störschall stört das noch gut hörende Ohr besonders, was das Sprachverstehen in schwierigen Hörsituationen erschwert
Es gibt kein Richtungshören bzw. räumliches Bewusstsein
Nur ein Ohr hört leiser als zwei Ohren
Die größere Höranstrengung führt zu schnellerer Erschöpfung, Kopfschmerzen, Stress
Einseitig ertaubte Kinder können zwar ganz normal Sprache erlernen, werden aber häufiger eine verzögerte Sprachentwicklung und größere Schwierigkeiten in der schulischen Entwicklung haben
und noch einiges mehr ...

Eine CI-Versorgung macht also für einseitig Ertaubte durchaus Sinn. Allerdings benötigen CI-Träger*innen mit SSD oft länger, um sich an das Implantat zu gewöhnen, als beidseitig Ertaubte. Das Gehirn muss beide Höreindrücke vereinen und das noch hörende Ohr übernimmt im Alltag den Großteil der Höraufgaben. Deshalb ist auch besonderes Hörtraining erforderlich und der Einsatz von hilfreicher Zusatztechnik wirft häufig Fragen auf.

SSD-Betroffene gehören jedoch weder zu der Gruppe der vollständig Hörenden noch der beidseitig Ertaubten. Daher gibt es nun bei der DCIG eigens Ansprechpartner für diese Gruppe. Diese sind selbst betroffen und geben Hilfestellung bei Fragen zu den besonderen Herausforderungen für einseitig taube Personen.

Ansprechpersonen in den Regionen

Baden-Württemberg

Ansprechperson
Ulrike Krüger
Ansprechperson
Uta Over

Bayern

Ansprechperson
Rudi Eckmüller
Ansprechperson
Simone Schnabel

Hessen-Rhein-Main

Ansprechperson
Katharina Apel-Reimann
Ansprechperson
Jörg Wagner
Ansprechperson
Moni Klenk

Mitteldeutschland

Ansprechperson
Ulrike Krüger

Nord

Ansprechperson
Frauke Willms

Nordrhein-Westfalen

Ansprechperson
Anja Bernoth
Ansprechperson
Elke Roder