Taub und trotzdem hören

Wissenschaftlicher Beirat DCIG e.V. und Redaktion Schnecke

Statements der Mitglieder

Die Mitglieder des Beirates sind wissenschaftlich anerkannte Fachleute sowie in besonderem Maße erfahrene CI-Trägerinnen und CI-Träger, die für den Zeitraum 2013 bis 2016 berufen wurden.

Mentor der DCIG e.V. und Redaktion Schnecke/schnecke-online ist Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Roland Laszig.

"Wie bewerten Sie die Einflüsse der CI-Selbsthilfe auf das Arzt-, Therapeuten-, Audiologen-Patientenverhältnis und wie lässt sich die Zusammenarbeit vertiefen?"

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Roland Laszig

1982-83 Arzt für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten, Oberarzt am Marienkrankenhaus Hamburg und Dissertation, 1984-1993 Assistenzarzt, Oberarzt der HNO-Klinik der MHH, 01.1993 Ruf auf den Lehrstuhl für HNO der Universität Freiburg, 01.1993 Gründung des Implant-Centrums Freiburg, 04.1993 Geschäftsführender Direktor der Universitäts-HNO-Klinik Freiburg, zwischen 2003 und 2017 Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie, 2010-2011 DGHNO KHC-Präsident, von 2012 bis 2017 DGHNO KHC-Generalsekretär, seit 07.2012 Mentor der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e.V.

 

Die seit 1987 bestehende DCIG e.V. ist aus meiner Sicht die wichtigste Selbsthilfeorganisation für CI-Träger und die, die es werden wollen. Sie sammelt die Meinungen, Ansichten, Wünsche und Probleme der Betroffenen, um sie mit den Spezialisten der Therapie zu diskutieren. Wichtig ist auch, die Beteiligten aus Politik und den Sozialversicherungsverbänden an diversen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Durch die DCIG werden die Bedürfnisse der Betroffenen der Öffentlichkeit bekannt und bewusst gemacht – „Lobbyarbeit“ im besten Sinne! Alle CI-Träger finden in der DCIG eine starke Gemeinschaft, die ihre berechtigten Interessen zu vertreten versteht. Ebenso sind die Spezialisten nicht zuletzt durch den Wissenschaftlichen Beirat fest in die Arbeit eingebunden. Die DCIG ist damit die Plattform zum Austausch, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.


Prof. Dr. Dipl. Inform. Andreas Büchner

Jahrgang 1967, studierte Med. Informatik, Universität Hildesheim; kurze Tätigkeit in der Med. Bildsignalanalyse, seit Ende 1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Audiologie in der MHH-HNO-Klinik, zunehmend Forschung zum CI; seit 2003 Wissenschaftlicher Leiter des DHZ Hannover/MHH, Prozessoptimierung, 09.2012 Professur „Auditorische Implantate“

 

Die CI-Selbsthilfe trägt unmittelbar dazu bei, dass Patienten heute vorinformiert in die Klinik kommen und ihre Ansprüche kommunizieren. Die Aktiven der Selbsthilfe sollten weiterhin persönlich und ihren eigenen Hörerfahrungen entsprechend vor allem bei HNO-Ärzten und Hörgeräteakustikern Aufklärungsarbeit zum Cochlea-Implant leisten.


Dr. Thorsten Burger

Psychologe an der Sektion Cochlear Implant der Universitätsklinik Freiburg und Schulpsychologe an der Schule für Hörgeschädigte in Stegen. Neben seiner therapeutischen, beratenden und diagnostischen Arbeit ist er wissenschaftlich tätig und Autor zahlreicher Veröffentlichungen

 

Eine zentrale Bedeutung der CI-Selbsthilfe liegt in ihrem Beitrag, Patienten in ihren fachlichen, sozialen und psychischen Kompetenzen zu stärken. Über gemeinsam ausgetragene oder gegenseitig besuchte Veranstaltungen kann die Zusammenarbeit von CI-Selbsthilfe und Ärzten sowie Fachtherapeuten noch weiter vertieft werden.


Prof. Dr. Ulrich Hase

(1955), seit dem 2. Lebensjahr hochgradig hörgeschädigt; Studium Jura, Erziehungs-wissenschaften, Hörgeschädigtenpädagogik; Aufbau Rehazentrum Rendsburg u. erste Fachschule für Sozialpädagogik für gl. Menschen; seit 1997 Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung Schleswig-Holstein; seit 1999 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten – Selbsthilfe und Fachverbände e.V.

 

Selbsthilfe bedeutet gute Zusammenarbeit untereinander gegenseitige Bestärkung im Engagement und vor allem gegenseitiges Verständnis. Dies gilt gerade dann, wenn aufgrund unterschiedlicher Bedarfe Positionen auseinandergehen können. Selbsthilfe bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst, für andere Betroffene und für Verbände.


Prof. Dr. Dirk Mürbe

studierte neben Medizin an der Hochschule für Musik Gesang; er leitet das Sächsische CIC und die Abt. Phoniatrie/Audiologie der HNO-Klinik des Uniklinikums Dresden; er unterrichtet an der Hochschule für Musik Dresden und an der Univ. Salzburg; Wissenschaftliche Schwerpunkte
sind die CI-Hör-und Sprachrehabilitation und der professionellen Stimme

 

Die CI-Selbsthilfe stellt bei der CI-Versorgung eine wesentliche Stütze dar. Vor der OP ergänzt sie die professionelle Beratung durch die Erfahrungen der CI-Träger, Patienten schöpfen daraus Vertrauen. Für die CI-Rehabilitation sind die dank der Selbsthilfe erlebbaren Reflexionen der Rehainhalte von Bedeutung, weil der Rat aus eigenem Erleben kommt. Die Zusammenarbeit von CI-Selbsthilfe und CI-Zentrum sollte für alle Stufen des Versorgungsweges gemeinsam strukturiert werden


Weitere Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats sind:

•    Peter Bleymaier
•    Petra Blochius
•    Andreas Frucht
•    Margit Gamberoni
•    Hanna Hermann
•    Ute Jung
•    Dr. Volker Kratzsch
•    Prof. Dr. Joachim Müller
•    Prof. Dr. Dr. h.c. Peter K. Plinkert
•    Dr. Barbara Streicher
•    Prof. Dr. Markus Suckfüll
•    Prof. Dr. Jürgen Tchorz
•    Dr. Margrit Vasseur
•    Bettina Voss

Die Statements finden Sie auch unter:
PDF Wissenschaftlicher Beirat

Mit freundlicher Unterstützung

Barmer GEK